Ankerplatz – Intensivpädagogische Wohngemeinschaft für Kinder und Jugendliche in Glinde

Schwerpunkt Traumapädagogik, Schulförderung

Unsere Wohngruppe für Kinder und Jugendliche mit Schwerpunkt Traumapädagogik in Glinde bietet Kindern und Jugendlichen einen Ort zum zur Ruhe kommen, Sicherheit gewinnen und die Kraft der tragenden Gemeinschaft zu erfahren.

Direkt an der schönen Elbe, zwischen Ziegenhof und Abenteuerspielplatz, 30 Minuten südöstlich von Magdeburg liegt unsere Wohngemeinschaft für Kinder von 6 – 12 Jahren. In einem idyllischen großen Einfamilienhaus heißt unser Fachkräfteteam Kinder willkommen, die in ihrem jungen Leben schon belastende biografische Erfahrungen sammeln musste. Ganz nach dem Motto „Viel Freude trägt viel Belastung!“ geht es hier als erstes darum, Anzukommen, zur Ruhe zu kommen und ein Gefühl der Sicherheit zu erfahren. Gestärkt wird dieser Prozess durch heilsame Erfahrungen in einer festen Gruppe, sodass begleitet durch pädagogische und psychologische Fachkräfte ein familienähnliches Setting entsteht, in dem Kinder und Erwachsene gemeinsam wachsen können. So lange sich alle Kinder und Jugendlichen in der Gruppe wohl fühlen, ist ein Verbleib bis zum 18 Lebensjahr möglich. Mittels bedürfnis- und bindungsorientierter Angebote werden die Kinder gestärkt und gefördert, sodass mit Ihnen gemeinsam ein Ort kreiert wird, an dem sich alle bestmöglich einbringen können, sich wertgeschätzt und geliebt fühlen sowie Herausforderungen gemeinsam anpacken! J

Was:

  • stationäre Wohnform für Kinder und Jugendliche von 6-12 Jahren (Aufnahmealter, danach Verbleib in der WG bei Bedarf möglich)
  • Schwerpunkt Traumapädagogik
  • nach § 34, 35a, §41, 42 SGB VIII
  • 8 Plätze
  • in 2 Doppelzimmern und 5 Einzelzimmern + Gemeinschaftsräume, Lernräume zusammen mit anderen Kindern und Jugendlichen
  • sozialpädagogische Beratung und Begleitung mit Anbindung an interne oder externe psychosoziale und therapeutische Angebote

Ziele:

  • Bereitstellung eines sicheren Ortes für neue positive Erfahrungen, sicherer Bindungen, Begleitung der jungen Menschen sich selbst und ihre Handlungsmuster verstehen zu lernen, Entwicklungshemmnisse überwinden und Entwicklungsverzögerungen aufholen
  • soziale und emotionale Stabilisierung, Aufbau von Vertrauen zu sich selbst und Anderen
  • Förderung der jungen Menschen in den Bereichen Selbstwert, physischer und psychischer Gesundheit, Bewältigung von Entwicklungsproblemen, sozialer, individueller, emotionaler Fähigkeiten und Fertigkeiten, Integration in soziales Netzwerk, Verortung im familialen System und dem Arrangieren oder soweit möglich Auflösen familialer Konflikte, schulische und später berufliche Integration, Verselbstständigung in den Bereichen alltagspraktische und Wohnkompetenzen, Finanzen, Gesundheit, Verantwortungsübernahme, soziales Netzwerk, ggf. Gestaltung eines Übergangs in Anschlusshilfen und Unterstützungssysteme, gesellschaftliche Teilhabe

Wer:

  • Kinder von 6-12 Jahren, die aktuell nicht in Ihrer Herkunftsfamilie leben können und besondere Belastungen aufweisen; sowohl Mädchen als auch Jungen, sowohl deutsche als auch ausländische junge Menschen
  • bei geeigneter Gruppenkonstellation und entsprechenden Fallverlauf können junge Menschen auch nach dem 12 Lebensjahr bis zum 18 bzw. 21 Lebensjahr in der WG verbleiben, um weitere Bindungsabbrüche innerhalb ihrer Biografie zu verringern
  • Ausschlusskriterien: schwere, unbehandelte Sucht/unbehandelte schwere psychische Krankheit oder soziale/individuelle Verhaltensweisen, die andere Bewohner gefährden können

Warum:

  • Verstärkung von gesellschaftlichen sozialen und individuellen Problemlagen als Belastungsfaktoren für die Entwicklung junger Menschen, z.B. Armut, psychische Belastungen, Benachteiligung auf Grund kultureller oder sozialer Herkunft, Pluralisierung und damit komplexer werdende Zugänge zu Bildung/Arbeit, Verlängerung der Lebensphase Jugend
  • Mangel an spezifischen traumapädagogischen Angeboten in der stationären Erziehungshilfe

 

Wann:

  • 365 Tage/Jahr à 24 Stunden

Wo:

  • Einzelzimmer, Doppelzimmer und Gemeinschaftsräume in einem freistehenden Haus in ruhiger Lage, mit Garten, unweit der Elbe und direkt neben einem Abenteuerspielplatz

Wie:

  • Bereitstellung eines sicheren Lebensraums mit einem intensiven sozialpädagogischen Angebot und einem fördernden Verhältnis von Sicherheit gebenden Strukturen gepaart mit Freiwilligkeit, Rückzugsmöglichkeiten, individueller Ausrichtung der Leistung
  • Arbeitsweisen:
    • Multiperspektivische Fallarbeit mit systemischer Ausrichtung, Biografiearbeit, Einzelgespräche, kleinschrittige Zielentwicklung, Beteiligung, Soziale Gruppenarbeit, Familienarbeit, Netzwerkarbeit, schulpädagogische/berufspädagogische Leistungen, Modelllernen & Training
    • ganzheitlicher intensivpädagogischer Ansatz, welcher auf folgenden Aspekten fußt:
      • Fachstandards der Bundesarbeitsgemeinschaft für Traumapädagogik
      • ein sicherer Ort (Strukturen, Rückzugsräume, Imagination nach Reddemann)
      • freud- und liebevolle Atmosphäre
      • neurowissenschaftliche Bezüge (EMDR, Hypnotherapie, Progressive Muskelentspannung, Meditation…)
      • Bindungstheorie, sichere Beziehungen und positive Bindungserfahrungen
      • Natur- und Umweltpädagogik, tiergestützte Verfahren als Weg sich selbst verbunden mit der Welt zu erleben und das Kohärenzgefühl zu stärken, Training von Selbstwahrnehmung und Abgrenzung
      • Selbstwirksamkeits-/Selbstfürsorgetraining
      • Bewegung: Sport, Yoga als Ventil zum Spannungsabbau, zur Förderung körperlichen Wohlbefindens, als Aktivierungszugang zu störungsbedingenden Hirnarealen, Ergotherapie, Reittherapie, Physiotherapie, Logopädie, Somatic Experiencing nach Levine (interne und externe Angebote)
      • psychosoziale Beratung/Gespräche im Einzel und der Gruppe
      • Musik, Kunst, Theater als Plattform für Emotionen, stabilisierender Imagination, Ausdruck und Entwicklung
    • Qualitätssicherung und Evaluation auf den Ebenen Organisation, Adressaten & Personal

Team und Netzwerk:

  • unser Personalschlüssel liegt bei 7,28 Vollzeitäquivalenten für 8 Plätze
  • für die Begleitung und Unterstützung der Kinder und Jugendlichen sind vom Landesjugendamt Sachsen-Anhalt anerkannte Fachkräfte im Haus tätig, die von Alltagsbegleitern und Helfern im Hauswirtschaftsbereich unterstützt werden
  • Kooperationen bestehen einerseits zu trägerinternen Angeboten (z. B. Kinder- und Jugenderholung im Harz-Park Güntersberge) sowie z.B. zu anderen Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe, des Bildungs- und Gesundheitswesens sowie der Kommune.

Kontakt

  • VHS-BILDUNGSWERK GmbH, Kinder- und Jugendwohngemeinschaft „Ankerplatz“, Dorfstraße 94, 39249 Barby OT Glinde
  • Angelika Dietrich (Leitung)
  • Telefon: 039298 242954
  • Mobil: 0173-5902204
  • E-Mail: wg.glinde@bildungswerk.de

 

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Zusätzliche Information

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