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Die Chancen und Risiken der digitalen Transformation für KMU

Gotha, den 14.09.2017

Welche Chancen eröffnet Industrie 4.0 für KMU?

Die Chancen der Industrie 4.0 zu nutzen, setzt voraus, ihre allgemeinen Vorteile zu kennen.

Allgemeine Vorteile der Industrie 4.0 (Beispielhaft)

  • eine stärkere Vernetzung von Produkten und Maschinen steigt die Effizienz, spart dadurch gleichzeitig Ressourcen und senkt damit die Kosten
  • Transparenz in Echtzeit ermöglicht Betrieben jederzeit den Überblick zu behalten. So können sie schnell & flexibel auf Veränderungen (Markt, Stillstände, Lieferanten etc.) reagieren
  • intelligente IT-Lösungen können auf individuelle Kundenwünsche reagieren und damit Einzelprodukte zu den Kosten in einer Massenfertigung realisieren
  • Produktionsprozesse lassen standortübergreifend optimieren
  • die Neu- & Weiterentwicklung von Produkten erfolgt in virtuellen Teams
  • es bestehen neue Reparatur-/Instandsetzungsmöglichkeiten (Augmented-Reality-Lösungen) von Maschinen zur Stillstand-Vermeidung
  • bei Montageprozessen können Smart Devices, wie z.B. eine Datenbrille oder einen speziell auf den Montage geeichten Computer, die Monteure durch den Montageprozess delegieren und eine ungeahnte Variation von Produkten ermöglichen. Gleichzeitig können die Smart Devices zur Fehlervermeidung eingesetzt werden und damit kontrollieren, ob das richtige Montageteil/Werkzeug verwendet wird.
  • bessere Work-Life-Balance durch flexiblere Abläufe, die an die Belegschaft angepasst werden können.
  • die Unternehmen erhalten einen Schub an innovativen Geschäftsmodellen und Dienstleistungen
  • es kann ermöglicht werden, mit Hilfe von z.B. Servicerobotern die Beschäftigungsfähigkeit ältere Facharbeiter/innen zu gewährleisten (demografischen Wandel)

Über welche Risiken sollten Sie sich bewusst werden?

1. Organisatorische Risiken

Die Fertigungsmitarbeiter von Operator bis hin zu den mittleren Führungseben müssen für die 4.0 – Projekte gewonnen und interessiert werden. Geschieht das nicht oder wird in Folge der Technologiefokussierung dieser Punkt einfach übergangen, kann das bestgeplante nicht die gewünschten Resultate erreichen. Um Abwehrhaltungen entgegenzuwirken, die die 4.0 – Vorhaben verzögern oder sogar zum Scheitern bringen könnten, sollten Mitarbeitende für das Thema und die auf sie zukommenden Veränderungen sensibilisiert werden.

2. Technische Risiken

Bei der Einschätzung der technischen Risiken sollten folgende wichtige Grundsätze beachtet werden:

  • Die starke Technologiefokussierung bei Big-Data – /4.0 – Projekten wird immer mit einer hohen neuen Hardware-Anschaffung gleichgesetzt.
    Die Zukunft wird zeigen, dass die richtige Software eine immer größere Rolle in der Digitalisierung/Wertschöpfungskette übernehmen wird.
  • Die Verfügbarkeit von schnellen Internet ist ein Muss in der Digitalisierung, „allways on“ lautet dabei die Direktive. Deutschland liegt im internationalen Vergleich bei der Verfügbarkeit von schnellen Internet noch auf einer der hinteren Plätze. Das wird sich aber in Zukunft ändern müssen.
  • Cyber-Sicherheit ist von existenzieller Bedeutung in der Industrie 4.0. Informationssysteme, Produktionsabläufe sowie Dienste können durch Cyber-Angriffe beschädigt und manipuliert werden. Das schließt die Manipulation von Maschinen bis hin zum Diebstahl geistigen Eigentums (Produktidee) mit ein. Die größten Cyber-Bedrohungen sind (Beispiele).

3. Wirtschaftliche Risiken

Auf Automatisierung und Digitalisierung zu setzen, um so auf die geänderten Ansprüche der KMU-Kunden zu reagieren, sollte systematisch erfolgen, das heißt Step-by-Step. Zu viel Automatisierung in Verbindung mit unzureichende Prozesssteuerung  kann zu Flexibilitätsdefiziten führen (Automation legt die Bewegung fest à unflexibel), wie es bei CIM (Computer Integrated Manufacturing) der Fall war. Die technologischen Möglichkeiten durch die intelligente Vernetzung und Digitalisierung müssen individuell geprüft werden und die Automatisierung auf deren Ergebnisse abgestimmt werden. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die neu angeschaffte Technik beherrschbar bleibt und die Amortisierungsrate sich auf einem wirtschaftlich ertragbaren Niveau bewegt.

Automatisierung und Digitalisierung in der eigenen Firma intelligent managen, d.h. die Möglichkeiten analysieren, Investitionsmaßnahmen genau auf unternehmenseigenen Bedarf, Anforderungen und Ressourcen abstimmen.

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